„Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert.“

Hermann Hesse

Die Idee

Ist ein gelingendes Leben möglich? Soll man da dem Kopf oder besser dem Bauch vertrauen? Ist das eine rationale Angelegenheit oder eine des Glaubens? Wie kann ich durch Selbsterkenntnis in Freiheit mein Schicksal erfüllen? Ja, was bedeutet denn Freiheit? Und überhaupt: Wer bin ich?

Diese und viele weitere (auch gesellschaftliche!) Fragen sind philosophisch, lebensnah, allgemein und vor allem verständlich beantwortbar. Gute Philosophie ist verständlich. Sie muss es sein, denn sie tut nichts weiter, als die Strukturen, in denen wir leben, mit der Kunst der Begriffe ins Bewusstsein zu heben. Gleichzeitig ist die rationale und überprüfbare Einsicht in wesentliche Lebensstrukturen eine unverrückbare Orientierung für das ganze Leben.


FourDemocracy alias Philosophie: Schwarz auf Weiß bringt die Erkenntnisse der Philosophie aus der Universität zu den Menschen. In kurzen fünf- bis zehnminütigen Animationsvideos erklären wir in klarer allgemeinverständlicher Sprache (zunächst auf Deutsch, Englisch und Russisch) die großen und kleinen  Menschheitsthemen: Schicksal, Freiheit, Selbsterkenntnis, Liebe, Kunst, Religiosität und Spiritualität – aber auch Demokratie, Migration, Wirtschaft und viele, viele weitere … So entsteht eine universale digitale Bibliothek des philosophischen Wissens, die jedem Menschen zugänglich ist.

Einzigartig ist dabei, dass wir nicht nur in mehr oder weniger unterhaltsamen Gedankenexperimenten „herumphilosophieren“, wie dies zumeist in anderen Philosophie-Videoreihen geschieht; auch leisten wir keine „bloße“ Vorstellung historischer Philosophen oder Philosophien, sondern geben bei allen unseren Themen Einsicht in die universalen zugrundeliegenden Strukturen – mit höchstmöglicher begrifflicher, sprachlicher und visueller Präzision.

Entsprechend strukturbetont und klar ist darum auch der visuelle Stil der Videos gewählt, der den wirkungsorientierten Anfängen der Bildpädagogik  entstammt und sich an Otto Neuraths Isotype sowie den Illustrationsstil von Gerd Arntz anlehnt. Auch die Farbgestaltung in Schwarz-Weiß folgt unserem Anspruch auf höchste begriffliche und sprachliche Klarheit. Zudem veranschaulichen wir jedoch die philosophischen Gedankengänge nicht allein durch Illustrationen, sondern animieren sie zu kreativ auseinander hervorgehenden Szenen, sodass eine packende Narration von expressivem Mehrwert entsteht, in der Form und Inhalt eins werden, wie sonst wohl nur bei reinen Kunstwerken.

Eine visuelle Art der Philosophie, die mehr als deutlich zu denken gibt, indem sie an der richtigen Form keinen Zweifel lässt – das ist Philosophie: Schwarz auf Weiß.

Das Erste Video

Die viergegliederte Wertstufendemokratie

Das erste produzierte Video ist ein Paradebeispiel der Bedeutung genauen Denkens. Nach einer kurzen  Bestimmung der strukturellen Hauptursachen eines gegenwärtig dysfunktionalen Gesellschaftssystems wird Schritt für Schritt vor den Augen des Zuschauers ein Vorschlag für eine so grundsätzliche wie nachhaltige Verbesserung hergeleitet: Eine Neuordnung der demokratischen Kommunikationsstrukturen in Form der Viergegliederten Wertstufendemokratie:

Die Systemebenen Wirtschaft (1), Politik (2), Kultur (3) und Grundwerte (4) bauen zwar aufeinander auf, müssen aber von oben gesetzlich integriert werden. Es geht um nichts Geringeres als eine volle Verwirklichung der Demokratie, der Selbstregierung des Volks.

Das Video zeigt nicht nur geradezu vorbildlich, wie konkret „abstraktes“ Denken werden kann, sondern indem aus der philosophischen Grundlagenreflexion heraus ein praktikabler Lösungsvorschlag für die dringendsten Probleme unserer Zeit hergeleitet wird, ist es ein eindrückliches Statement für die gesellschaftliche und lebenspraktische Bedeutung der Philosophie – und damit ein idealer Einstand in eine philosophische Erklärvideoreihe.

Wissenschaftliche Basis des Videos: Johannes Heinrichs: Reflexion als soziales System. Zu einer Reflexionssystemtheorie der Gesellschaft. 1976, und darauf aufbauend ders.: Revolution der Demokratie. Eine konstruktive Bewußtseinsrevolution. 2003, 2014.

Eindrücke aus dem aktuellen Produktionsstand

Erster Eindruck des Gesprochenen

Das Team

"Schicksal ist ein Dialog,
den man mit seinem Leben führt."
Marius Tölzer
Philosophischer Leiter und Texter

– Studium der Literatur- und Kulturwissenschaft, Geschichte, Philosophie und Klassischen Philologie in Dresden, danach Masterstudium der Klassischen deutschen Philosophie und Literatur in Jena, Abschluss mit Bestnote.

– Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Promotion an der FSU Jena in Philosophie zum Thema: „Spiritualität um 1800. Zum Unendlichkeitsbezug bei Goethe, Novalis und Hölderlin.“

– Autor von philosophischen und literaturwissenschaftlichen Fachartikeln  und zahlreichen populärphilosophischen Online-Artikeln

“Dialog, nicht Dialektik endigt die Widersprüche unseres Daseins.”

Eugen Drewermann über Marius Tölzers Essay “Durch alles Leben geht ein Du”, der im Herbst 2020 bei legendaQ erscheint

“Ich habe selten eine Arbeit über Hölderlin gelesen, die der Komplexität seines Dichtens und Denkens auf so kleinem Raum in so hohem Maße gerecht wird. Der Essay verdient das Prädikat: großartig.“

Christoph Quarch über Tölzers Vorarbeit zur Promotion
„Alles Vergangene
entsteht in unserer Mitte
neu – das Kommende
vergegenwärtigt sich.“
Oliver Mörchel
Philosophischer Co-Autor
für den letzten Feinschliff

– Studium der Philosophie und Humangeographie und Klassischen deutschen Philosophie und Literatur in Jena

– Gewinner des Hauptpreises des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen 2015

– Veröffentlichungen von Kurzprosa und Lyrik, Auftritte auf diversen Lesebühnen sowie Gastgeber der Weimarer Lesebühne „Der Literarische Diwan“

– Tätigkeit in der Dramaturgie des Deutschen Nationaltheater Weimar sowie als freier Schriftsteller


„Es gibt sie noch, die Dichter

und Märchenerzähler, die mit ihrer Kunst
Zuhörer in den Bann ziehen können.“

(SZ am 14.06.2018)

– Diplomschauspielerin (2010), Schauspielschule Charlottenburg, Berlin

– 2017 BA Sprechwissenschaften, Halle

– Engagements u.a. im Landestheater Schwaben
(„Jorinde und Joringel“), im Tatort („Der irre Iwan“), Sprecherin in diversen Hörspielen (u.a. „Den Haifisch sieht man nicht“) und Animationsfilmen (u.a. „Marabu“- Werbung)

Freelance Motion Designer, Filmemacher, Concepter und Fotograf

– 2016 BA Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

– 2019 Postproduktion diverser Videokampagnen für N26, Adidas, Raf Simons und Woolmark

– 2017–2018 Art Direction, Motion Design, Schnitt und Kamera für drei Videomusikproduktionen, Promovideomaterialfür Super Flu und das Label Monaberry

– 2016–2019 Master Integriertes Design, Studio Culture and Identity HfK Bremen; 2016 BA Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

– 2017–2018 Hospitanz ZEIT Magazin, Berlin

– 2017 SONY World Photography Awards Shortlist in
der Kategorie Architektur

– Ausstellungen: 2016 “1ra Bienal de Diseño la Habana”,
Havanna, Kuba; 2014 “zuhause von dort wo du nie warst”,
Grauer Hof, Aschersleben; 2014 “areal 17, Farbtöne Festival”, Halle Saale